31. Spieltag: Kassel dreht irres Derby
Rosenheim gewinnt Derby zu Null. Krefeld weiter nicht zu stoppen.
Der 31. Spieltag der DEL2 hatte es in sich: Gleich vier der sieben Partien wurden erst nach der regulären Spielzeit entschieden. In Weißwasser, Düsseldorf, Kaufbeuren und Ravensburg fiel die Entscheidung erst in Overtime oder Penaltyschießen. Die Kassel Huskies lieferten sich mit Bad Nauheim ein torreiches Derby und setzten sich spät durch, während die Krefeld Pinguine ihre Spitzenform mit einem klaren Heimsieg gegen Regensburg bestätigten. Eine klare Angelegenheit war auch der Auftritt der Starbulls Rosenheim gegen Landshut, während die Düsseldorfer EG Freiburg erst im Shootout bezwang. Bitter verlief der Abend erneut für Schlusslicht Kaufbeuren, während Ravensburg und Bietigheim enge Spiele für sich entschieden.
Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers 1 - 2 OT (0:0;1:1;0:0/0:1)
LFX
Schüsse:
25:35
(15:9,7:11,3:12/0:3)
SCB
Lausitzer Füchse
Statistiken
Bietigheim Steelers
Tore: 1:0 John Broda (27:41/EQ), 1:1 Joshua Rust (38:58/EQ), 1:2 Brett Kemp (2:41/OT/EQ)
Zuschauer: 2.745
Strafminuten: 4 / 2
Powerplay: 0-1 /
0-2
Schiedsrichter: Achim Moosberger, Thomas Kalnik, Vincent Brüggemann, Yannick Lindner, Scherer, René
Die Lausitzer Füchse haben ihr Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers knapp mit 1:2 nach Verlängerung verloren. In einer insgesamt nicht chancenarmen Partie verzeichneten die Gäste vor allem im 3. Drittel ein klares Torchancenplus. Nach einem torlosen ersten Abschnitt brachte John Broda die Füchse in der 27. Minute in Führung. Kurz vor der zweiten Pause glich Benedikt Jiranek für Bietigheim zum 1:1 aus. Da auch im Schlussdrittel kein Treffer fiel, musste die Overtime entscheiden. Dort sorgte Brett Kemp nach zweieinhalb Minuten für den Siegtreffer der Steelers, die sich für ihre spielerische Überlegenheit belohnten.
EC Kassel Huskies – EC Bad Nauheim 6 - 4 (1:0;1:2;4:2)
ECK
Schüsse:
37:37
(16:9,9:15,12:13)
ECN
EC Kassel Huskies
Statistiken
EC Bad Nauheim
Tore: 1:0 Michael Bartuli (7:14/EQ), 2:0 Dominic Turgeon (21:30/EQ), 2:1 Sebastian Bengtsson (34:39/PS), 2:2 Justin Volek (39:30/EQ), 2:3 Sebastian Bengtsson (41:03/EQ), 2:4 Lukas Ribarik (41:37/EQ), 3:4 Yannik Valenti (44:37/EQ), 4:4 Hunter Garlent (48:08/PP1), 5:4 Andrew Bodnarchuk (56:46/EQ), 6:4 Tyler Benson (58:58/EQ)
Zuschauer: 5.044
Strafminuten: 14 / 10
Powerplay: 1-4 /
0-1
Schiedsrichter: Seedo Janssen, Tony Engelmann, Claus Clemens Behrendt, Marcus Höfer, Krimm, Oliver
Die EC Kassel Huskies haben ein wildes und torreiches Derby gegen den EC Bad Nauheim mit 6:4 für sich entschieden. In einem offenen Schlagabtausch mit nahezu ausgeglichenen Chancen (41:39 Schüsse) boten beide Teams beste Unterhaltung. Kassel startete besser und ging durch Michael Bartuli (7.) und Dominik Turgeon (21.) mit 2:0 in Führung. Bad Nauheim kämpfte sich zurück: Sebastian Bengtsson (PS, 34.) und Justin Volek (39.) glichen noch vor der zweiten Pause aus. Im Schlussdrittel drehten die Gäste das Spiel sogar kurzzeitig durch einen weiteren Treffer von Bengtsson (41.) und Lukas Ribarik (42.). Doch die Huskies zeigten, warum sie weit oben in der Tabelle stehen: Yannik Valenti (44.) und Hunter Garlent im Powerplay (48.) stellten auf 4:4. In der Schlussphase sorgten Andrew Bodnarchuk (56.) und Tyler Benson (58.) für die Entscheidung und den Heimsieg der Nordhessen.
Starbulls Rosenheim – EV Landshut 3 - 0 (0:0;2:0;1:0)
SBR
Schüsse:
20:30
(6:6,10:10,4:14)
EVL
Starbulls Rosenheim
Statistiken
EV Landshut
Tore: 1:0 Charlie Sarault (36:46/EQ), 2:0 Dominik Kolb (39:41/EQ), 3:0 Teemu Pulkkinen (49:55/PP1)
Zuschauer: 4.425
Strafminuten: 0 / 2
Powerplay: 1-1 /
0-0
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Patrick Altmann, Norbert van der Heyd, Christopher Reitz, Staber,Petra
Klare Sache in Rosenheim: Die Starbulls haben ihr Heim-Derby gegen den EV Landshut souverän mit 3:0 gewonnen. Trotz eines deutlichen Chancenplus der Gäste (36:24 Schüsse) überzeugten die Starbulls mit hoher Effizienz und starker Defensivarbeit. Nach einem torlosen 1. Drittel brachte Charlie Sarault die Starbulls in der 36. Minute in Führung. Nur drei Minuten später legte Dominik Kolb das 2:0 nach. Im Schlussdrittel nutzte Teemu Pulkkinen ein Powerplay und stellte in der 49. Minute den Endstand her. Rosenheim blieb defensiv stabil und ließ Landshut trotz vieler Abschlüsse ohne Treffer.
Düsseldorfer EG – EHC Freiburg 3 - 2 SO (0:2;1:0;1:0/1:0)
DEG
Schüsse:
41:23
(13:7,11:3,12:10/4:3)
FRB
Düsseldorfer EG
Statistiken
EHC Freiburg
Tore: 0:1 Shawn O'Donnell (3:07/EQ), 0:2 Eero Elo (18:29/EQ), 1:2 Ture Linden (36:33/EQ), 2:2 Yushiroh Hirano (58:12/EQ), 3:2 Yushiroh Hirano (5:00/OT/GWS)
Zuschauer: 6.713
Strafminuten: 2 / 6
Powerplay: 0-3 /
0-1
Schiedsrichter: John-Darren Laudan, Jeroen Klijberg, Jonas Dietrich, Leonie Ernst, Hännig, Andreas
Die Düsseldorfer EG erkämpfte sich gegen den EHC Freiburg einen 3:2-Sieg nach Penaltyschießen. Trotz eines massiven Chancenplus der DEG (46:20 Torschüsse) stemmten sich die Wölfe bis zum Schluss gegen die Niederlage. Freiburg erwischte den perfekten Start: Sean O’Donnell traf früh zum 1:0 (3.), Eero Elo erhöhte in der 18. Minute auf 2:0 aus Sicht der Breisgauer. Die DEG lief lange an und verkürzte erst im 2. Drittel durch Ture Linden (36.). Als Freiburg bereits am Sieg schnupperte, rettete Yushiroh Hirano die Hausherren mit dem Ausgleich zum 2:2 in der 58. Minute in die Overtime. Im anschließenden Penaltyschießen behielt erneut Hirano die Nerven und verwandelte den entscheidenden Versuch zum Sieg.
ESV Kaufbeuren – Eispiraten Crimmitschau 2 - 3 OT (1:0;0:1;1:1/0:1)
ESV
Schüsse:
30:39
(6:14,12:10,12:12/0:3)
EPC
ESV Kaufbeuren
Statistiken
Eispiraten Crimmitschau
Tore: 1:0 Sami Blomqvist (8:25/PP1), 1:1 Dylan Wruck (22:10/PP1), 1:2 Corey Mackin (46:17/EQ), 2:2 Brent Raedeke (53:12/EQ), 2:3 Corey Mackin (1:12/OT/EQ)
Zuschauer: 2.255
Strafminuten: 6 / 2
Powerplay: 1-1 /
1-3
Schiedsrichter: Tim Heffner, Alexander Singer, Tobias Egger, Christoph Jürgens, Miller, Birgit
Der ESV Kaufbeuren musste gegen die Eispiraten Crimmitschau die nächste Niederlage hinnehmen. Crimmitschau war über die gesamte Partie das aktivere Team, Kaufbeuren hielt jedoch lange dagegen. Die Gastgeber gingen sogar in Führung: Sami Blomqvist nutzte das erste Powerplay der Partie in der 8. Minute zum 1:0. Im 2. Drittel glich Dylan Wruck ebenfalls in Überzahl zum 1:1 aus (22.). Im Schlussabschnitt brachte Corey Mackin die Eispiraten in der 46. Minute erstmals in Führung. Kaufbeuren kämpfte sich noch einmal zurück, als Brent Raedeke in der 53. Minute zum 2:2 traf. In der Overtime machte schließlich erneut Mackin nach etwas mehr als einer Minute alles klar und sicherte Crimmitschau den Zusatzpunkt.
Krefeld Pinguine – Eisbären Regensburg 4 - 1 (0:1;2:0;2:0)
KEV
Schüsse:
36:14
(9:5,15:2,12:7)
EBR
Krefeld Pinguine
Statistiken
Eisbären Regensburg
Tore: 0:1 Guillaume Naud (19:56/EQ), 1:1 Roope Mäkitalo (32:51/SH1), 2:1 Philip Gogulla (36:32/EQ), 3:1 Jonathan Matsumoto (52:52/EQ), 4:1 Max Newton (53:33/EQ)
Zuschauer: 7.066
Strafminuten: 4 / 6
Powerplay: 0-2 /
0-1
Schiedsrichter: Marius Wölzmüller, Thorsten Lajoie, Frederic Van Himbeeck, Dominic Borger, Wolfgang Herbst
Kaum zu stoppen: Die Krefeld Pinguine haben ihre starke Form eindrucksvoll bestätigt und die Eisbären Regensburg mit 4:1 besiegt. In einer extrem einseitigen Partie dominierten die Pinguine klar das Geschehen und verzeichneten ein deutliches Chancenplus (42:14 Schüsse). Trotzdem gingen die Gäste überraschend in Führung: Guillaume Naud traf in der 19. Minute zur 1:0-Pausenführung für Regensburg. Krefeld antwortete jedoch entschlossen und glich durch einen Shorthander von Roope Mäkitalo in der 32. Minute aus. Nur vier Minuten später drehte Philip Gogulla die Partie zum 2:1. Im Schlussdrittel ließ Krefeld nichts mehr anbrennen. Jonathan Matsumoto erhöhte in der 52. Minute auf 3:1, ehe Max Newton nur eine Minute später mit dem 4:1 den souveränen Heimsieg perfekt machte.
Ravensburg Towerstars – Blue Devils Weiden 3 - 2 OT (1:1;0:0;1:1/1:0)
RVT
Schüsse:
41:25
(13:15,14:5,10:4/4:1)
BDW
Ravensburg Towerstars
Statistiken
Blue Devils Weiden
Tore: 1:0 Alec Ahlroth (4:02/EQ), 1:1 Alex-Olivier Voyer (11:29/PP1), 2:1 Mark Rassell (45:53/EQ), 2:2 Tyler Ward (48:58/EQ), 3:2 Erik Jinesjö Karlsson (3:58/OT/EQ)
Zuschauer: 3.055
Strafminuten: 6 / 4
Powerplay: 0-2 /
1-3
Schiedsrichter: Andreas Gawlik, Florian Meineke, Denis Menz, Roman Jung, Nidens, Irina
Lange mussten die Fans in Ravensburg warten, am Ende wurden sie belohnt: Die Ravensburg Towerstars setzten sich gegen die Blue Devils Weiden mit 3:2 nach Verlängerung durch. Trotz klarer Spielkontrolle und eines deutlichen Chancenplus (40:23 Schüsse) blieb die Partie bis in die Overtime offen. Die Towerstars erwischten den besseren Start und gingen durch Alec Ahlroth früh in Führung (4.). Ex-Towerstar Alex-Olivier Voyer glich im Powerplay für Weiden aus (11.). Ravensburg dominierte anschließend weiter das Geschehen, scheiterte aber lange an der eigenen Chancenverwertung. Erst Mark Rassell brachte die Hausherren im Schlussdrittel wieder in Front (45.), ehe Tyler Ward den einzigen Torschuss der Weidener in diesem Drittel verwandelte (48.). In der Verlängerung setzte Ravensburg schließlich den verdienten Schlusspunkt: Erik Jinesjö Karlsson traf nach knapp vier Minuten zum Siegtreffer.