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Text: DEL2

Spiel der Woche: Erstes Kräftemessen mit unterschiedlichen Vorzeichen

Memmingen trifft erstmals in seiner DEL2-Geschichte auf Landshut.

Spiel der Woche: Erstes Kräftemessen mit unterschiedlichen Vorzeichen
© Jonas Strauß

Am Sonntagabend kommt es in der KUTTER Arena erstmals in der DEL2-Geschichte zum Duell zwischen den ECDC Memmingen Indians und dem EV Landshut. Auch wenn beide Teams nur eines ihrer vergangenen vier Spiele gewonnen haben, ist die Ausgangslage unterschiedlich.

Während die Indians als Aufsteiger zuletzt gegen Ravensburg und in Kassel immerhin je einen Punkt erzielen konnten, musste Landshut zwei deutliche Niederlagen einstecken. Ein Sieg am Sonntag würde die einen in der Spitzengruppe festigen, die anderen näher an selbige heranbringen.

INDIANS STARTEN ÜBERZEUGEND IN DIE ERSTE DEL2-SAISON

Mit vier Siegen und 13 Punkten belegen die ECDC Memmingen Indians aktuell Rang vier. Auch offensiv präsentiert sich das Team bislang treffsicher und erzielt durchschnittlich 3,43 Tore pro Partie. Gleichzeitig kassierten die Indians mit 2,57 Gegentoren pro Spiel vergleichsweise wenige Treffer. Zuletzt musste Memmingen allerdings zwei Niederlagen nach Verlängerung hinnehmen.

„Ich wusste, dass wir eine gute Mannschaft haben würden, aber es ist schon überraschend, wie schnell wir als Gruppe zusammengefunden haben und erfolgreich spielen konnten“, erklärt Félix Brassard. Der Angreifer betont jedoch, dass sich die Indians weiterhin beweisen wollen: „Wir haben noch einiges zu beweisen und wollen zeigen, dass wir in diese Liga gehören.“

ELSNER FÜHRT LANDSHUTS OFFENSIVE AN

Der EV Landshut steht nach sieben Spieltagen bei zehn Punkten und belegt damit Rang acht. Drei Siege stehen bislang vier Niederlagen gegenüber. Vor allem defensiv zeigte sich das Team anfällig und kassierte durchschnittlich 3,86 Gegentore pro Partie – zuletzt waren es je fünf Gegentore gegen Düsseldorf und Crimmitschau. 

Offensiv gehört David Elsner bislang zu den prägenden Akteuren: Mit zehn Punkten, darunter drei Tore und sieben Vorlagen, führt er die interne Scorerliste an. David Stieler ist mit vier Treffern der beste Torschütze der Landshuter.
Auf seine starke Punkteausbeute angesprochen, hebt Elsner auch die Unterstützung seiner Mitspieler hervor: „Gründe gibt es viele dafür, aber man kann sagen, dass meine Mitspieler mir dabei natürlich auch helfen. Es liegt nicht immer an einem selbst.“ Seine Form möchte der Angreifer möglichst lange beibehalten.

STARKE ZAHLEN IN DEN SPECIAL TEAMS

Im Powerplay liegen beide Mannschaften mit Erfolgsquoten von 30,8 Prozent für Memmingen und 28 Prozent für Landshut nah beieinander. Im Penalty Killing hat der EVL mit 80 Prozent gegenüber 78,6 Prozent knapp die Nase vorn.

Auch zwischen den Pfosten präsentierte sich Memmingen bislang stark: Goalie Michael Bitzer kommt nach sechs Einsätzen auf eine Fangquote von 92,78 Prozent und zwei Shutouts. Nachdem er am Freitag eine Auszeit bekommen hat, wird er am Sonntag wieder zwischen den Pfosten stehen. Landshuts Stepan Lukes absolvierte bislang alle sieben Partien und weist eine Fangquote von 89,27 Prozent auf.

KONZENTRATION AUF EIGENE STÄRKEN

Für die Indians wird es darauf ankommen, an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen. „Wir müssen so weiterspielen wie zuletzt, hart arbeiten, beim Forechecking aggressiv sein und unsere Chancen nutzen“, erklärt Brassard. Gleichzeitig gelte es, an einigen Details zu arbeiten und mit Spaß an die Aufgabe heranzugehen.

Auch Landshut will sich auf die eigenen Stärken konzentrieren. „Memmingen hat einen Top-Saisonstart hingelegt. Für uns ist es wichtig, dass wir an unsere Stärken glauben und als Team auftreten“, betont Elsner. Entscheidend seien Zweikampfstärke, körperbetontes Spiel und schnelle Angriffe nach vorne.

Memmingen möchte den Platz in der Spitzengruppe festigen, während Landshut mit einem Auswärtssieg den Rückstand auf die Gastgeber verkürzen kann. Welches Team seine Stärken besser auf das Eis bringt, zeigt sich am Sonntag ab 18:30 Uhr in der KUTTER Arena Memmingen.

Für alle, die nicht vor Ort sein können, wird die Partie wie gewohnt bei Sporteurope.TV übertragen.