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Text: DEL2

Spiel der Woche: Eislöwen ziehen in hitzigem Derby am Ende davon

Dresden feiert den höchsten Sieg in Weißwasser seit November 2019.

Spiel der Woche: Eislöwen ziehen in hitzigem Derby am Ende davon
© Thomas Heide

610 Tage mussten die Fans der Lausitzer Füchse und der Dresdner Eislöwen auf ein Derby warten. Das erste Wiedersehen seit Februar 2025 war zwei Drittel lang der erhoffte Kampf auf Augenhöhe, bis schließlich die Eislöwen ihre ganze Klasse aufblitzen ließen und die meisten Tore gegen Weißwasser seit fast sieben Jahren erzielten.

6:2 hieß es am Ende in der Eisarena Weißwasser, wobei gleich vier Dresdner Spieler mindestens an zwei Treffern beteiligt waren – angeführt von Adam Helewka (3 Punkte).

Spielbericht
Zum Spiel
Lausitzer Füchse Lausitzer FüchseLFX
2:6
(1:0; 1:3; 0:3) Endstand
Dresdner Eislöwen Dresdner EislöwenDRE
Schüsse22 : 337:18,6:9,9:6
Zuschauer2.975
Strafminuten16 : 20
Powerplay1/7 : 3/5
Tore
1. Drittel 1:0 Bryan Lemos PP1
2. Drittel 1:1 Tomas Andres EQ
2. Drittel 1:2 Alec Ahlroth PP1
2. Drittel 2:2 Jacob Schmidt-Svejstrup EQ
2. Drittel 2:3 Tom Knobloch EQ
3. Drittel 2:4 Tomas Sykora EQ
3. Drittel 2:5 Adam Helewka PP1
3. Drittel 2:6 Jan Nijenhuis PP1
SchiedsrichterBastian Steingross, Vladislav Gossmann, Thomas Herklotz, Kenneth Englisch, Wehlam, Lucas

Füchse beißen früh zu

Beide Mannschaften hatten sich gerade einmal warmgespielt, da gab es die erste Strafzeit gegen die Gäste: Bruno Riedl musste nach 2:29 Minuten wegen Beinstellens in die Kühlbox. Und von dort aus musste er sich mit ansehen, wie Bryan Lemos nach feinem Pass von Clarke Breitkreuz aus kurzer Distanz einnetzte (5.).

Dresden zeigte sich davon aber alles andere als beeindruckt. Nur kurz nach dem Rückstand prüften Ryan MacKinnon und Sebastian Gorcik Anthony Morrone im Lausitzer Kasten. Der Goalie der Gastgeber rückte nun zunehmend in den Fokus. Dane Fox, Gregory Kreutzer, Bruno Riedl und erneut Fox kamen zum Abschluss – aber Morrone war zur Stelle.

Der zunehmende Druck zwang die Füchse zu Fehlern. Wenige Minuten vor Ende des 1. Drittels spielte Dresden erstmals in Überzahl. Und wieder war Morrone gefordert und zur Stelle. Nach 20 Minuten führten die Lausitzer zwar, aber die Schussbilanz von 18:7 sprach eine andere Sprache.

Dresden dreht die Partie

Kurz nach Wiederbeginn konnten die Eislöwen ihrer optischen Überlegenheit auch entsprechend Nachdruck verleihen: Tomas Andres fälschte einen Schuss von Fox ins Tor ab zum 1:1-Ausgleich (22.).

Nur wenig später der nächste Rückschlag für die Füchse: Samuel Schindler musste wegen hohen Stocks auf die Strafbank. Dresden fackelte nicht lang: Nach nur elf Sekunden Powerplay verwandelte Alec Ahlroth ein Zuspiel von David Suvanto zum 2:1 (25.).

In der Folge gab es wenige Abschlüsse. Beide Teams versuchten sich gegenseitig zu neutralisieren. Entsprechend überrascht waren die Eislöwen-Anhänger, als in der 33. Minute das 2:2 fiel. Nach einer Chance der Spink-Zwillinge auf Dresdner Seite konterten die Füchse über Brett Humberstone, der Jacob Schmidt-Svejstrup die Scheibe an der blauen Linie zuspielte. Dessen Schuss schlug im kurzen Eck ein.

Eine später folgende Überzahl konnten die Lausitzer dann aber nicht nutzen. Dresden kam nicht nur unbeschadet davon, sondern machte zehn Sekunden nach Ende der Unterzahl das 3:2. Morrone konnte einen Schuss von Tomas Sykora, der frei vor seinem Gehäuse auftauchte, noch abwehren. Doch ausgerechnet der ehemalige Füchse-Angreifer Tom Knobloch war dann zur Stelle, um den Rebound zu versenken (39.).

Eislöwen ziehen davon

Gleich zu Beginn des 3. Drittels offenbarte sich die Chance für die Füchse, wieder zurückzukommen. Doch ein frühes Powerplay blieb ungenutzt. Und wie schon beim dritten Gegentor fielen die Dresdner auch dieses Mal unmittelbar nach der überstandenen Unterzahl über die Lausitzer her. Sie setzten sich im gegnerischen Drittel fest und nur 21 Sekunden nach der eigenen Strafzeit markierte Sykora das 4:2 (47.).

Kaum war die Partie wieder angepfiffen, schwächte sich Weißwasser durch ein Haken. Und erneut trat Dresden im Stile einer Topmannschaft auf: Adam Helewka erhöhte in Überzahl auf 5:2 (50.). Die Messe war gelesen und die letzten Minuten der Begegnung waren von Strafen auf beiden Seiten geprägt. Den Schlusspunkt setzte Jan Nijenhuis mit einem weiteren Dresdner Überzahltor in den Schlusssekunden.

„Wir haben nach dem Rückstand eine gute Reaktion gezeigt und uns viele Chancen erarbeitet“, erklärte Dresdens Head Coach Bo Subr. „Dass sich sechs verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintragen, spricht für die Mannschaftsleistung.“

Sein Gegenüber Christof Kreutzer zog ein deutliches Fazit: „Es war ein enges 1. Drittel, in dem wir so gespielt haben, wie wir spielen müssen. Im 2. Drittel haben sich dann zu viele leichte Fehler und Fehlpässe eingeschlichen. Das darfst du dir gegen ein Top-Team wie Dresden mit seiner Qualität nicht erlauben.“

Schon am Sonntag können die Füchse es besser machen. Dann ist Weißwasser zu Gast in Rosenheim. Dresden empfängt derweil die Eisbären Regensburg.