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Text: DEL2

Christopher Kolarz: Zuhause spielen ist etwas Besonderes

Rosenheims Torhüter über den Aufschwung der Starbulls und was es bedeutet, für den Heimatclub zu spielen.

Christopher Kolarz: Zuhause spielen ist etwas Besonderes
© Dave Löffler

Die Starbulls Rosenheim kommen immer besser in die Saison. Nach einem durchwachsenen Start haben sie ihre vergangenen drei Spiele gewonnen und dabei nur zwei Gegentore hinnehmen müssen.

Auch Christopher Kolarz hat mit seinen Paraden einen großen Anteil am Aufschwung bei den Rosenheimern. Im Interview spricht er über das Zusammenspiel auf dem Eis, wie man als Goalie mit Gegentoren umgeht, und was es ihm bedeutet, bei seinem Heimatclub spielen zu können.

Christopher, in den vergangenen drei Spielen hast du insgesamt nur zwei Gegentore kassiert und gegen Freiburg einen Shutout gefeiert. Was hat in dieser Phase besonders gut funktioniert – bei dir persönlich und im Zusammenspiel mit der Mannschaft?

Christopher Kolarz: „Ich glaube, dass wir als Mannschaft in den letzten Spielen sehr gut gearbeitet haben. Die Jungs haben vor dem Tor viele Schüsse geblockt, gut verteidigt und mir dadurch geholfen, meinen Job zu machen. Auch die Kommunikation auf dem Eis hat sehr gut funktioniert. Natürlich freut man sich als Torwart über einen Shutout, aber das ist immer eine Teamleistung. Wenn wir weiterhin so geschlossen auftreten und jeder für den anderen arbeitet, können wir viel erreichen.

Seit der vergangenen Saison bist du fest bei den Starbulls unter Vertrag. Wie wichtig war dieser Schritt für deine weitere Entwicklung als Goalie und was bedeutet es dir, bei einem Club eine langfristige Perspektive zu haben?

Kolarz: „Für mich bedeutet es sehr viel, wieder fest bei meinem Heimatverein zu sein. Ich kenne den Verein schon seit meiner Jugend und fühle mich hier einfach wohl. Für meine Entwicklung ist es wichtig, Vertrauen zu bekommen, hart zu arbeiten und mich jeden Tag weiterzuentwickeln. Ich habe hier ein gutes Umfeld und Leute, die mich unterstützen. Mein Ziel ist es, meinen Teil zum Erfolg der Mannschaft beizutragen und gemeinsam mit den Starbulls den nächsten Schritt zu machen.

Mit Daniel Fießinger hast du einen sehr erfahrenen Torhüter an deiner Seite. Wie gestaltet sich euer Zusammenspiel und wie könnt ihr euch gegenseitig dabei helfen, euch weiterzuentwickeln und gleichzeitig der Mannschaft möglichst viel Sicherheit zu geben?

Kolarz: „Ich finde, dass wir uns gegenseitig sehr gut unterstützen können. Wir sind zwar beide Torhüter und wollen natürlich spielen, aber am Ende geht es darum, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Im Training können wir uns gegenseitig pushen, voneinander lernen und uns auf einem hohen Niveau fordern. Wenn einer spielt, unterstützt der andere ihn bestmöglich. Wir wollen beide unseren Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft Vertrauen in uns hat und wir gemeinsam erfolgreich sind.

Als Goalie kannst du ein Spiel mit einer Parade entscheiden, musst aber auch nach einem Gegentor schnell wieder in den Fokus finden. Wie gehst du mit Rückschlägen während einer Partie um und welche Rolle spielt dabei die mentale Vorbereitung?

Kolarz: „Als Torwart darfst du nach einem Gegentor nicht lange darüber nachdenken. Natürlich ärgert man sich manchmal, aber du musst schnell wieder nach vorne schauen, weil die nächste Situation direkt kommen kann. Mir hilft es, ruhig zu bleiben und mich auf meine Aufgaben zu konzentrieren. Auch die mentale Vorbereitung vor dem Spiel ist wichtig, damit ich von Anfang an fokussiert bin. Außerdem weiß ich, dass meine Mannschaft hinter mir steht. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Entscheidend ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen und als Team weitermachen.

Du hast bereits in deiner Jugend für Rosenheim gespielt und bist inzwischen wieder dauerhaft ein Teil der Starbulls. Was bedeutet es dir, für einen Club aufzulaufen, mit dem dich eine lange Geschichte verbindet, und spürst du dadurch eine besondere Verbundenheit mit dem Umfeld und den Fans?

Kolarz: „Rosenheim ist meine Heimat. Ich bin hier im Nachwuchs groß geworden und habe schon als Kind viele Spiele der Starbulls verfolgt. Deshalb ist es etwas Besonderes, jetzt selbst für diesen Verein auf dem Eis zu stehen. Die Fans sorgen für eine unglaubliche Stimmung und geben uns gerade in schwierigen Phasen viel Energie. Diese Unterstützung motiviert uns zusätzlich. Wir wollen den Fans etwas zurückgeben und ihnen zeigen, dass wir als Mannschaft alles für den Verein geben. Es ist schön, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, und ich bin stolz darauf, das Starbulls-Trikot zu tragen.

Nach den ersten Saisonwochen: Wie schätzt du die Entwicklung der Mannschaft ein, wo siehst du noch Potenzial und welche Ziele hast du dir persönlich für diese Spielzeit gesetzt?

Kolarz: „Ich glaube, dass wir als Mannschaft schon gute Ansätze gezeigt haben, aber wir wissen auch, dass wir noch einiges verbessern können. Wir müssen weiter konstant arbeiten, defensiv geschlossen auftreten und offensiv unsere Chancen nutzen. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, deshalb müssen wir in jedem Spiel bereit sein und dürfen uns auf nichts ausruhen. Persönlich möchte ich mich jeden Tag weiterentwickeln, der Mannschaft so gut wie möglich helfen und in meinen Einsätzen die nötige Sicherheit geben. Am Ende zählt für mich vor allem, dass wir als Team erfolgreich sind, uns gemeinsam verbessern und unsere Ziele erreichen. Wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt und wir zusammenhalten, können wir eine starke Saison spielen.