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Text: DEL2

Spiel der Woche: Sachsen-Derby mit besonderer Brisanz

Füchse und Eislöwen treffen am 9. Spieltag in Weißwasser aufeinander.

Spiel der Woche: Sachsen-Derby mit besonderer Brisanz
© Lewin Weinberger

Am 9. Spieltag der DEL2-Saison 2026/27 steht ein traditionsreiches Duell auf dem Programm, auf welches die Fans beider Lager ein Jahr lang verzichten mussten: Die Lausitzer Füchse empfangen am Freitagabend die Dresdner Eislöwen in der Eisarena Weißwasser. 

Beide Teams liegen in der Tabelle eng beieinander und wollen im direkten Aufeinandertreffen wichtige Punkte sammeln. Während die Füchse zuletzt mit einem 4:1 gegen die Eisbären Regensburg Selbstvertrauen tankten, mussten die Eislöwen nach vier Siegen in Folge eine deutliche Niederlage gegen die Düsseldorfer EG hinnehmen. Doch gerade Derbys haben ihre eigenen Gesetze – und beide Mannschaften wissen um die Bedeutung dieser Begegnung.

FÜCHSE WOLLEN DEN AUFWÄRTSTREND BESTÄTIGEN

Die Lausitzer Füchse gehen mit elf Punkten aus acht Spielen als Tabellenzehnter in das Sachsenduell. Zuletzt sammelte das Team gegen Regensburg wichtige Zähler. Auch gegen die Düsseldorfer EG zeigte Weißwasser eine engagierte Leistung, musste sich letztlich aber im Penaltyschießen geschlagen geben. 

„Ich denke, dass die Mannschaft hart arbeitet. Wir hatten ein sehr gutes Wochenende. Ich glaube, dass wir angesichts einiger unserer anderen Spiele eigentlich ein paar Punkte mehr auf dem Konto haben müssten. Die Liga ist sehr ausgeglichen, wie die Ergebnisse an jedem Wochenende zeigen. Um in der Tabelle Boden gutzumachen, müssen wir weiter an unserer Konstanz arbeiten und uns die Gewohnheiten aneignen, die uns helfen, Spiele zu gewinnen“, sagt Füchse-Kapitän Clarke Breitkreuz. Ansätze davon seien bereits zu sehen, jetzt gelte es, darauf aufzubauen.

Offensiv gehört der Angreifer zu den wichtigsten Akteuren der Füchse. Mit sieben Punkten, darunter fünf Assists, führt er die interne Scorerliste an. Jacob Schmidt-Svejstrup ist mit drei Treffern der beste Torschütze des Teams. Im Tor kommt Anthony Morrone bei sechs absolvierten Spielen auf eine Fangquote von 90,15 Prozent. 

Mit durchschnittlich 2,38 eigenen Treffern pro Partie ist die Offensive der Füchse allerdings noch ausbaufähig. Dafür präsentiert sich das Unterzahlspiel mit einer Erfolgsquote von 80,8 Prozent bislang stabiler als das des kommenden Gegners.

EISLÖWEN WOLLEN AUF DIE NIEDERLAGE REAGIEREN

Die Dresdner Eislöwen stehen mit zwölf Punkten auf Rang neun und damit unmittelbar vor den Füchsen. Vier Siegen stehen bislang vier Niederlagen gegenüber, wobei Dresden alle Punktverluste innerhalb der regulären Spielzeit hinnehmen musste. Nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt gelang es den Eislöwen, vier Spiele in Folge zu gewinnen. Die jüngste 1:6-Niederlage bei der DEG beendete diese Serie jedoch abrupt. 

„Aus persönlicher Sicht war es ein ziemlich guter Saisonstart. Allerdings wäre ich natürlich zufriedener, wenn wir als Mannschaft von Beginn an Spiele gewonnen und die drei Niederlagen zum Auftakt vermieden hätten“, bilanziert Tomas Andres.

Der Angreifer ist mit neun Punkten, darunter sieben Assists, Dresdens produktivster Spieler. Tyson Spink führt die interne Torschützenliste der Eislöwen mit fünf Treffern an. Im Tor kam Marvin Berbner in sechs Partien zum Einsatz und weist eine Fangquote von 89,19 Prozent auf. 

Mit durchschnittlich 3,5 eigenen Toren pro Spiel verfügen die Eislöwen über eine offensivstarke Mannschaft, kassieren allerdings ebenso viele Gegentreffer. Sowohl im Powerplay mit 14,7 Prozent als auch in Unterzahl mit 73,5 Prozent besteht noch Verbesserungspotenzial.

INTENSITÄT UND FORECHECKING ALS SCHLÜSSEL

Für beide Teams geht es nicht nur um wichtige Punkte im Tabellenmittelfeld, sondern auch um das Prestige im Sachsenderby. „Natürlich wird das Spiel gegen Dresden Spaß machen. Bei Derbys ist die Stimmung einfach eine andere. Wir müssen unsere Emotionen im Griff behalten, aber gleichzeitig die Atmosphäre genießen. Wir wollen unsere Spielweise weiter festigen und konstanter auftreten. Dazu müssen wir weiterhin mit unserem Forechecking Druck auf die Dresdner Defensive ausüben. Je länger wir sie unter Druck setzen und den Puck von ihren Stürmern fernhalten können, desto größer sind unsere Chancen, das Spiel zu gewinnen“, erklärt Breitkreuz.

Auch Andres, der selbst von 2019-2021 in Weißwasser gespielt hat, unterstreicht die Bedeutung der Partie – insbesondere mit Blick auf die Anhänger beider Mannschaften: „Wir wissen, wie wichtig dieses Spiel ist – auch für unsere Fans. Es geht um Punkte in der Tabelle und wir wollen gewinnen.“ Dafür müsse Dresden körperbetonter und mit mehr Intensität auftreten, vor allem vor beiden Toren. Zudem fordert der Angreifer ein schnelleres Offensivspiel.

Die Ausgangslage verspricht ein enges Duell zweier Teams, die nicht nur in der Tabelle Nachbarn sind. Am Freitagabend um 19:30 Uhr wird sich in der Eisarena Weißwasser zeigen, welches Team sich im Sachsenderby durchsetzen kann. 

Wer nicht live vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, die Partie live bei Sporteurope.TV zu verfolgen.