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Text: DEL2

Freiburger Wölfe nach Wahnsinns-Comeback kurz vor Klassenerhalt

Freiburg holt Drei-Tore-Rückstand auf und siegt in Verlängerung.

Freiburger Wölfe nach Wahnsinns-Comeback kurz vor Klassenerhalt
© Alexander Winterholler

Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle in der energie schwaben arena! In einem Spiel, das an Intensität und Dramatik kaum zu überbieten war, sicherte sich der EHC Freiburg einen hauchdünnen 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen den ESV Kaufbeuren. Trotz eines furiosen Starts der Hausherren bewiesen die Breisgauer enorme Moral und sorgten in der Overtime für die Vorentscheidung. Damit baut Freiburg die Führung in der Serie aus, benötigt nur noch einen Sieg zum Klassenerhalt und setzt die „Joker“ massiv unter Zugzwang.


Kaufbeurens Traumstart reicht nicht: Wölfe zeigen eiserne Moral

Spielbericht
Zum Spiel
ESV Kaufbeuren ESV KaufbeurenESV
4:5
OT (2:0; 1:2; 1:2/0:1) Endstand
EHC Freiburg EHC FreiburgFRB
Schüsse28 : 479:16,7:20,10:10/2:1
Zuschauer3.100
Strafminuten10 : 6
Powerplay1/3 : 1/5
Tore
1. Drittel 1:0 Jere Laaksonen EQ
1. Drittel 2:0 D`Artagnan Joly EQ
2. Drittel 3:0 D`Artagnan Joly EQ
2. Drittel 3:1 Nikolas Linsenmaier PP1
2. Drittel 3:2 Lynden McCallum EQ
3. Drittel 3:3 Shawn O'Donnell EQ
3. Drittel 3:4 Tomas Schwamberger EQ
3. Drittel 4:4 Tyson McLellan PP1
Overtime 4:5 Thore Weyrauch EQ
SchiedsrichterBenjamin Hoppe, Kilian Hinterdobler, Norbert van der Heyd, Matthäus Riemel, Pape, Kathrin

Der ESV Kaufbeuren startete vor heimischem Publikum wie entfesselt. Die Marschroute, nach der Auftaktniederlage aggressiv zu antworten, schien zunächst voll aufzugehen. Bereits nach gut zwei Minuten brachte Jere Laaksonen die Joker in Führung (3.), ehe Daniel Joly nur wenig später (5.) auf 2:0 erhöhte. Die Fans im Allgäu sahen eine Heimmannschaft, die Freiburg im ersten Drittel förmlich überrannte und das Spiel fest im Griff zu haben schien. Und es kam noch besser: Jolys zweiter Treffer gab Kaufbeuren kurz nach Beginn des Mitteldrittels sogar eine deutliche Drei-Tore-Führung.

Doch die Wölfe aus Freiburg ließen sich von dem frühen Schock nicht beirren. Mit fortlaufender Spieldauer fanden die Gäste besser in die Zweikämpfe und nutzten ihre Chancen im Mittelabschnitt eiskalt, um den Anschluss zu finden. In einem offenen Schlagabtausch wogte die Führung im letzten Drittel hin und her: Freiburg legte erstmals vor, doch Kaufbeuren glich postwendend aus. Als es nach 60 Minuten 4:4 stand, musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.

In der Overtime behielten die Freiburger schließlich die Nerven. Während Kaufbeuren eine Chance zur Entscheidung liegen ließ, nutzten die Wölfe einen kontrollierten Angriff zum entscheidenden 5:4. Dank der Tatsache, dass Freiburg aufgrund des deutlichen Punktevorsprungs in der Abschlusstabelle der Hauptrunde nur drei Siege zum Serienerfolg und damit verbundenen Klassenerhalt benötigt, wartet am Dienstagabend bereits ein echtes Endspiel auf den ESVK.