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Playoff-Wahnsinn: Krefeld feiert historischen Triumph – Bietigheim schockt Ravensburg in Overtime

Pinguine machen Dutzend voll. Kassel siegt erneut knapp. Rosenheim knackt Neffin. Steelers gleichen aus.

Playoff-Wahnsinn: Krefeld feiert historischen Triumph – Bietigheim schockt Ravensburg in Overtime
Christine Vincon

Der zweite Spieltag der Playoff-Viertelfinals in der DEL2 bot alles, was das Playoff-Herz begehrt: Von einem unglaublichen Schützenfest in Niederbayern bis hin zu einer erneut dramatischen Entscheidung in der Verlängerung. Während die Krefeld Pinguine den EV Landshut auswärts förmlich überrollten und dabei einen Sieg in vorher nie dagewesener Höhe feierten, bewiesen die Bietigheim Steelers gegen Ravensburg ihre Comeback-Qualitäten. In Weißwasser hielten die Kassel Huskies dem Druck stand, und in Regensburg mussten sich die Eisbären erstmals in dieser Saison den Starbulls Rosenheim geschlagen geben.


Historisch: Pinguine machen in Landshut das Dutzend voll

Spielbericht
Zum Spiel
EV Landshut EV LandshutEVL
4:12
(2:3; 1:5; 1:4) Endstand
Krefeld Pinguine Krefeld PinguineKEV
Schüsse19 : 4010:13,6:17,3:10
Zuschauer4.348
Strafminuten28 : 28
Powerplay1/5 : 0/5
Tore
1. Drittel 1:0 David Elsner PP1
1. Drittel 1:1 Daniel Bruch EQ
1. Drittel 1:2 Marcel Müller EQ
1. Drittel 2:2 David Stieler EQ
1. Drittel 2:3 Mathew Santos EQ
2. Drittel 2:4 Mick Köhler EQ
2. Drittel 2:5 Philip Gogulla EQ
2. Drittel 2:6 Tim Schütz EQ
2. Drittel 2:7 Tim Schütz EQ
2. Drittel 2:8 Mathew Santos EQ
2. Drittel 3:8 Tor Immo EQ
3. Drittel 3:9 Max Newton EQ
3. Drittel 3:10 Jonathan Matsumoto EQ
3. Drittel 3:11 Tim Schütz EQ
3. Drittel 4:11 David Rundqvist EQ
3. Drittel 4:12 C.J. , Clint Joseph Suess EQ
SchiedsrichterBenjamin Hoppe, Vladislav Gossmann, David Tschirner, Lara Fischer, Hommer, Jennifer

Was sich in der VR-Bank Landshut Arena abspielte, hatte historische Ausmaße. Die Krefeld Pinguine feierten einen 12:4-Auswärtssieg und demütigten den EV Landshut vor heimischer Kulisse. Bereits nach dem ersten Drittel (3:2 für Krefeld) deutete sich eine torreiche Partie an, doch im Mittelabschnitt brachen bei den Niederbayern alle Dämme. Krefeld erzielte allein im zweiten Drittel fünf Treffer und schraubte das Ergebnis konsequent in die Höhe.

Neun verschiedene Akteure trugen sich in die Krefelder Torschützenliste ein. Tim Schütz erzielte sogar einen Hattrick. Die zwölf Treffer waren die meisten, die jemals in einem DEL2-Playoff-Spiel erzielt wurden. Auch die insgesamt 16 Treffer waren ein DEL2-Playoff-Rekord. Nach diesem Kantersieg stehen die Seidenstädter in der Serie bei einer souveränen 2:0-Führung.


Dugan wird zum Helden: Steelers gleichen Serie in Overtime aus

Spielbericht
Zum Spiel
Bietigheim Steelers Bietigheim SteelersSCB
5:4
OT (1:2; 2:1; 1:1/1:0) Endstand
Ravensburg Towerstars Ravensburg TowerstarsRVT
Schüsse30 : 295:7,16:8,5:13/4:1
Zuschauer4.417
Strafminuten7 : 9
Powerplay0/2 : 0/1
Tore
1. Drittel 1:0 Bastian Eckl EQ
1. Drittel 1:1 Nikita Kessler SH1
1. Drittel 1:2 Nikita Kessler EQ
2. Drittel 2:2 Jack Dugan EQ
2. Drittel 3:2 Mike Fischer EQ
2. Drittel 3:3 Erik Jinesjö Karlsson EQ
3. Drittel 4:3 Cole Fonstad EQ
3. Drittel 4:4 Robbie Czarnik EQ
Overtime 5:4 Jack Dugan EQ
SchiedsrichterMichael Klein, Thomas Kalnik, David Kreuzer, Yannick Müller-Osten, Feicht, Susanne

Die Baden-Württemberg-Serie entwickelt sich zu einem echten Nervenkrimi. Auch das zweite Duell ging in die Verlängerung. Dieses Mal durften die Bietigheim Steelers am Ende jubeln. In einem dramatischen Spiel besiegten sie die Ravensburg Towerstars mit 5:4 nach Verlängerung.

Von Anfang an ging es hin und her in diesem Spiel. Nach der frühen Führung der Hausherren brachte ein Doppelschlag von Nick Kessler die Towerstars in Führung. Dann drehte Bietigheim im Mitteldrittel das Spiel, doch noch vor der Pause glich Ravensburg aus. Im dritten Drittel legten die Steelers wieder vor, ehe Robbie Czarnik 19 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit das 4:4 erzielte. In der Overtime war es schließlich Jack Dugan, der in der 64. Minute den entscheidenden Treffer erzielte und die EgeTrans Arena zum Beben brachte.


Garlent sichert den Zittersieg: Huskies bleiben auf Kurs

Spielbericht
Zum Spiel
Lausitzer Füchse Lausitzer FüchseLFX
1:2
(0:0; 0:1; 1:1) Endstand
EC Kassel Huskies EC Kassel HuskiesECK
Schüsse23 : 337:6,8:15,8:12
Zuschauer2.826
Strafminuten2 : 2
Powerplay0/1 : 0/1
Tore
2. Drittel 0:1 Bode Wilde EQ
3. Drittel 1:1 John Broda EQ
3. Drittel 1:2 Hunter Garlent EQ
SchiedsrichterSirko Hunnius, Bastian Steingross, Lukas Pfriem, Marcus Höfer, René Scherer

Die EC Kassel Huskies haben ihre weiße Weste in der Serie gewahrt, mussten dafür in Weißwasser aber hart arbeiten. In einer defensiv geprägten Partie setzten sich die Hessen knapp mit 2:1 durch.

Lange Zeit bissen sich die Huskies am starken Abwehrbollwerk der Füchse die Zähne aus. Nachdem Bode Wilde im zweiten Drittel die Führung für Kassel erzielt hatte, gelang den Hausherren im Schlussabschnitt der Ausgleich. Doch Hunter Garlent bewies in der 52. Minute seine Klasse und erzielte den Siegtreffer. Damit führt Kassel in der Serie nun mit 2:0.


Rosenheim meldet sich eindrucksvoll zurück

Spielbericht
Zum Spiel
Eisbären Regensburg Eisbären RegensburgEBR
1:5
(1:3; 0:0; 0:2) Endstand
Starbulls Rosenheim Starbulls RosenheimSBR
Schüsse27 : 366:16,15:12,6:8
Zuschauer4.712
Strafminuten60 : 35
Powerplay1/4 : 3/5
Tore
1. Drittel 1:0 Corey Trivino PP1
1. Drittel 1:1 Ville Järveläinen PP1
1. Drittel 1:2 Wyatt Schingoethe EQ
1. Drittel 1:3 Teemu Pulkkinen EQ
3. Drittel 1:4 Shane Hanna PP1
3. Drittel 1:5 Shane Hanna PP1
SchiedsrichterKilian Hinterdobler, Christopher Schadewaldt, Christoph Jürgens, Tobias Egger, Steinbach, Roland

Die Starbulls Rosenheim haben erstmals in dieser Saison Jonas Neffin und die Eisbären Regensburg "geknackt" und die Serie mit einem 5:1-Auswärtssieg ausgeglichen. In der Das.Stadtwerk.Donau-Arena zeigten sich die Gäste aus Oberbayern taktisch hervorragend eingestellt. Während Regensburg im ersten Spiel noch die Effizienz auf seiner Seite hatte, war es diesmal Rosenheim, das die Chancen konsequent nutzte.

Besonders die Special Teams gaben den Ausschlag zugunsten der Starbulls. Gleich dreimal schlugen die Gäste in Überzahl zu. Shane Hanna traf dabei doppelt. Nach dem Sieg ist die Serie nun wieder völlig offen.